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Miteinander reden hilft!

Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen

Die Diagnose einer Erkrankung ist für viele Betroffene und deren Angehörige ein einschneidendes Ereignis und meist mit einer Fülle von medizinischen, emotionalen oder sozialen Fragen und Problemen verbunden. Ergänzend zur Behandlung durch erfahrene Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte benötigen viele Betroffene Zeit und Unterstützung, um ihre Erkrankung annehmen und mit ihr leben zu können. Ein wichtiger Schritt, um dieses Ziel zu erreichen, ist der Kontakt zu Selbsthilfegruppen.

Aktive Unterstützung erhalten die Betroffenen hier bei uns in der Rehaklinik Ob der Tauber, denn wir arbeiten bereits seit mehreren Jahren mit regionalen Selbsthilfegruppen aus den unterschiedlichen Bereichen zusammen.

Die Bandbreite reicht hierbei von der, gemeinsam mit uns als Rehaklinik ins Leben gerufenen, Selbsthilfegruppe Adipositas und die Deutsche ILCO über die Selbsthilfegruppe für Frauen und Männer nach Krebs bis hin zu der Selbsthilfegruppe Inkontinenz und der Deutschen Morbus Crohn Colitis Ulcerosa Vereinigung.

Dabei verstehen wir uns zukünftig nicht mehr nur als Treff- und Anlaufpunkt für Selbsthilfegruppen sondern heben die Zusammenarbeit auf eine nächste Stufe: Das Qualitätssiegel "Selbsthilfefreundliche Rehaklinik", das durch das Netzwerk für Patientenorientierung im Gesundheitswesen vergeben wird. Das Siegel umfasst Qualitätskriterien, die nun gemeinsam von Selbsthilfegruppen und der Rehaklinik Ob der Tauber umgesetzt werden.

In einem ersten Schritt wurde eine Selbsthilfebeauftragte der Klinik eingesetzt sowie gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Selbsthilfegruppen und der Kontakt- und Informationsstelle für gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppen der AOK Heilbronn-Franken ein Qualitätszirkel gegründet. Ziel ist eine noch systematischere, intensivere und nachhaltigere Zusammenarbeit.

 

Selbsthilfefreundliche Rehaklinik

Die Rehaklinik Ob der Tauber darf sich seit Anfang 2018 "Selbsthilfefreundliche Rehaklinik" nennen. Vergeben wird die Auszeichnung durch das Netzwerk "Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen" und steht am Ende eines intensiven Zertifizierungsprozesses. In Baden-Württemberg ist die Bad Mergentheimer Klinik erst die zweite zertifizierte "Selbsthilfefreundliche Rehaklinik".

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    Die Diagnose einer Erkrankung ist für viele Betroffene und deren Angehörige ein einschneidendes Ereignis und meist mit einer Fülle von medizinischen, emotionalen oder sozialen Fragen und Problemen verbunden. Ergänzend zur Behandlung durch erfahrene Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte benötigen viele Betroffene Zeit und Unterstützung, um ihre Erkrankung annehmen und mit ihr leben zu können. Ein wichtiger Schritt, um dieses Ziel zu erreichen, ist der Kontakt zu Selbsthilfegruppen.

    Dementsprechend haben sich Selbsthilfegruppen mittlerweile zu einem festen Bestandteil unseres Gesundheitssystems entwickelt. „In den Gruppen finden die Betroffenen sowohl Erfahrungswissen im Umgang mit ihrer Krankheit als auch emotionale Unterstützung durch Gleichgesinnte. Dieser intensive Austausch spielt für den Genesungsprozess eine wichtige Rolle. Er kann verhindern, dass Patienten nach ihrem Rehaaufenthalt in ein Loch fallen. Darüber hinaus profitieren auch Ärzte, Therapeuten und Pflegende von den Erfahrungen der Selbsthilfegruppen und können ihre Patientinnen und Patienten in Therapie und Pflege noch besser unterstützen“, erläutert Dr. med. Sylvia Zipse, Chefärztin der Rehaklinik Ob der Tauber.

    Die langjährige intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Rehaklinik Ob der Tauber mit zahlreichen Selbsthilfegruppen wurde nun auch offiziell bestätigt und belohnt: Das Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen hat der Bad Mergentheimer Rehaklinik das Siegel „Selbsthilfefreundliche Rehaklinik“ verliehen. Der Auszeichnung liegt ein längerer und intensiver Zertifizierungsprozess zugrunde. „Gemeinsam mit der Selbsthilfekontaktstelle der AOK Heilbronn-Franken und regionalen Selbsthilfegruppen beschreitet die Klinik engagiert den Weg, ihr ärztliches und pflegerisches Handeln durch das Erfahrungswissen der Selbsthilfe zu erweitern und nachhaltig den Kontakt zwischen Patienten und Selbsthilfe zu fördern“, so das Fazit des Netzwerks.

    Qualitätskriterien
    Speziell abgestimmt auf die besonderen Belange von Rehabilitationskliniken und ihren Patienten hat das Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ Qualitätskriterien entwickelt. Sie bilden die wichtigsten Aspekte der Selbsthilfefreundlichkeit ab und bieten eine gute Orientierung, wie die Zusammenarbeit zwischen Rehabilitationsklinik und Selbsthilfe konkret gestaltet werden kann. Gleichzeitig ist ihre Erfüllung Voraussetzung für die Zertifizierung zur „Selbsthilfefreundlichen Rehaklinik“.

    Dazu gehört unter anderem, die nötige Infrastruktur wie z.B. Räumlichkeiten für Treffen der Selbsthilfegruppen zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus wird eine Selbsthilfebeauftragte benannt und es muss gewährleistet sein, dass Patientinnen und Patienten vom medizinischen Personal über Selbsthilfegruppen informiert werden und die Selbsthilfe in die Öffentlichkeitsarbeit eingebunden wird. Ebenso finden regelmäßige Qualitätszirkel zum Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen Rehaklinik, Selbsthilfegruppen und Selbsthilfekontaktstelle statt.

    „Über die erfolgreiche Zertifizierung zur Selbsthilfefreundlichen Rehaklinik freuen wir uns nicht nur, wir dürfen auch stolz sein. Das Erreichte ist eine Gemeinschaftsleistung unseres ganzen Teams. Ein ganz besonderer Dank geht nicht nur an die Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Selbsthilfegruppen für ihre kontinuierliche Arbeit und ihr Engagement sondern auch an unseren Kooperationspartner, die Selbsthilfekontaktstelle der AOK Heilbronn-Franken“, so Traugott Weber, Kaufmännischer Leiter der Rehaklinik Ob der Tauber.

    Kooperationspartner:
    Selbsthilfekontaktstelle der AOK Heilbronn-Franken  

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Viel Lob für "Selbsthilfefreundliche Rehaklinik"

"Volles Haus" in der Rehaklinik Ob der Tauber: Die Auszeichnung "Selbsthilfefreundliche Rehaklinik" wurde offiziell übergeben. Mit dabei waren neben Klinik-Vertretern und Ehrengästen auch Mitglieder von Selbsthilfegruppen.

Lesen Sie den ausführlichen Presseartikel aus den Fränkischen Nachrichten.
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Kontakte
  • Selbsthilfegruppe ILCO
    Die ILCO ist eine Solidargemeinsachft von Stomaträgern (Menschen mit künstlichem Darmausgang oder künstlicher Harnausleitung) und von Menschen mit Darmkrebs und deren Angehörige.
    Weitere Informationen: www.ilco.de
  • Selbsthilfegruppen Frauen/Männer nach Krebs
    Die Frauen-/Männerselbsthilfegruppen nach Krebs ist eine Patientenorganisation mit dem Ziel, Patientinnen und Patienten nach der Diagnose Krebs zu beraten und zu betreuen.
    Link zum Info-Film: Empfehlen Ärzte Selbsthilfe?
    Weitere Informationen: www.frauenselbsthilfe.de (dies umfasst auch die Männerselbsthilfegruppe)
  • Selbsthilfegruppe Kontinenz
    Eine Inkontinenz (auch als Blasenschwäche, ungewollter Harnverlust beziehungsweise Stuhlabgang bezeichnet) kann bei Frauen und Männern durch zahlreiche Krankheiten, Unfälle, medizinische Eingriffe, Medikamente sowie Lebensstil- und psychosoziale Faktoren verursacht bzw. gefördert werden. Ziele der Gruppe sind u.a.: Gruppenmitglieder sollen sich gegenseitig Mut machen und sich entsprechend unterstützen sowie sich konstruktiv über eigene Unsicherheiten und Ängste austauschen.
    Weitere Informationen: www.kontinenz-gesellschaft.de
  • Selbsthilfegruppe bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen
    Unter dem Begriff CED (chronisch entzündliche Darmerkrankung) werden anhaltende (chronische), momentan nicht heilbare Darmentzündungen unbekannter Ursache zusammengefasst. Trotz vieler Gemeinsamkeiten lassen sich zwei wichtige Krankheiten abgrenzen, die Unterschiede in Verlauf, Ausbreitung und feingeweblichem Muster aufweisen: der Morbus Crohn und die Colitis Ulcerosa.
    Weitere Informationen: www.dccv.de
  • Selbsthilfegruppe Adipositas
    Die Selbsthilfegruppe Adipositas trifft sich einmal im Monat in der Rehaklinik Ob der Tauber. Betroffene können sich unverbindlich informieren und mit gleichgesinnten austauschen. Und: Die Teilnehmer können sich im geschützten Raum der Gruppe über ihre Probleme, Ängste und Sorgen austauschen.
    Kontakt: shg-adipositas-mgh@hotmail.com
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